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Katholische Akademie Hamburg

KAH

Flexibles Flimmern in der Katholischen Akademie: "Die Phantastische Reise"

Richard Fleischer USA. 1966

Donnerstag, 11. Oktober und Freitag, 12. Oktober - jeweils ab 19.00 Uhr (Filmbeginn 20.30 Uhr)

Filmvorführung in Kooperation mit Flexibles Flimmern und dem Amt für Denkmalschutz

Unilever-Hochhaus, Großmarkthallen oder City Nord - die Denkmäler der Nachkriegszeit prägen Hamburg bis heute, werden aber trotz ihrer architektonischen Qualitäten noch nicht von jedem geliebt. Flexibles Flimmern, das mobile Kino setzt daher die gemeinsame "Nachkriegsmoderne-Reihe" mit dem Denkmalschutzamt fort und ist dieses Mal zu Gast in einem besonders farbenfrohen Bau der 1970er Jahre, den trotz zentraler Lage vermutlich die wenigsten kennen: in der Katholischen Akademie Hamburg, wo der Film "Die Phantastische Reise" gezeigt wird.


Dazu gibt es - aufgrund des großen Erfolges - wieder Live-Siebdruck mit Hamburger Wahrzeichen der 50er bis 70er Jahre, denn kaum ein Motiv trägt sich eleganter als Köhlbrandbrücke, Katholische Akademie oder Astraturm! Einfach die entsprechenden Kleidungsstücke mitbringen und vor Ort bedrucken lassen.

Außerdem werden bis zum Beginn der Filmvorführung Gebäudeführungen, sowie Speisen und Getränke angeboten.

Der Eintritt beträgt 8,00 €, Reservierung ausschließlich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Zum Ort: Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, S Stadthausbrücke

Die Katholische Akademie Hamburg ist ein offener Ort der Vernetzung und des Dialogs. Sie bietet (Abend-) Veranstaltungen zu Fragen aus Wissenschaft, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik an. Katholisch braucht man dafür nicht zu sein - nur interessiert!
Das Gebäude der Akademie, in dem heute auch andere Institutionen angesiedelt sind, wurde von Architekt Walter Bunsmann und Paul Gerhard Scharf als Stahlbetonbau unmittelbar am "Kleinen Michel" (St. Ansgar-Gemeinde) erbaut, fünf gestaffelte Baukörper bilden dabei einen Innenhof. Das von außen eher unscheinbar bis klobig wirkende Gebäude offenbart im Innenbereich einen wahren Schatz für Nostalgiker der 70er Jahre: orange-rote Farben, runde und eckige Retro-Formen, Lampen, die an Ufos (oder passend zum Film an Raumschiffe) erinnern Sechsecke sind dabei ein wiederkehrendes Element - und nicht zuletzt darum auch Teil des Logos der Akademie: Säulen, Fliesen, Decken und Raumanordnung sind dieser Form unterworfen. Neben Foyer, Auditorium und Kapelle, die im oder über das Erdgeschoss zugängig sind, stellen die derzeit der Öffentlichkeit nicht zugängliche Dachbar im 70er Jahre Lounge Stil und die einmalige Dachterrasse mit Blick über die Hamburger Innenstadt bis zu Hafen und Elbe ein besonderes Highlight dar.

Der Film: "Die Phantastische Reise", Richard Fleischer USA. 1966, 96 Min.

Der "Kalte Krieg" - der Schutz eines aus dem "Ostblock" übergelaufenen Wissenschaftlers oder Spions - lieferte 1966 das auslösende Moment für einen Sciencefiction-Klassiker der besonderen Art. Er verlegte das Genre mit diesem Film sozusagen vom Makro- in den Mikrokosmos. Nicht der Kampf um Galaxien in den Weiten des Alls, sondern eine Irrsinnsfahrt durch den menschlichen Körper nimmt ca. eine Stunde des 100 Minuten langen Films in Anspruch.

Ein aus dem "Ostblock" übergelaufener Diplomat steht unter dem Schutz der US-Regierung und soll vor Anschlägen oder Entführung bewahrt werden. In seinem Gehirn hat sich allerdings ein lebensgefährlicher Thrombus gebildet, den man durch operativen Eingriff nicht entfernen kann, weil er äußerst ungünstig liegt und eine Operation wesentliche Teil des Gehirns zerstören würde.

Bevor die Reise beginnen kann, muss das U-Boot samt Besatzung in Stufen so verkleinert und positioniert werden, dass es in einer Wasserlösung in die Halsschlagader injiziert werden kann. Anschließend kann die Reise beginnen - allerdings mit einem Anfangsverdacht. Ist der als sehr eigensinnig geltende Dr. Duval ein Spion, der dem Diplomaten Benes an den Kragen und die Zerstörung des Gerinnsels verhindern will?

Die bunte Vielfalt der Trickaufnahmen, die überzeugenden und beeindruckenden Aufnahmen vom Innern des Diplomaten machen den Film auch heute noch sehenswert.