Tisa von der Schulenburg: »Ich hab‘s gewagt«
Bildhauerin und Ordensfrau – ein unkonventionelles Leben
Lesung
Montag, 31. Januar 2011, 19.00 Uhr
Msgr. Peter Schmidt-Eppendorf, Hamburg
Am 8. Februar 2001 starb zu Dorsten/Westfalen, im Alter von 97 Jahren, Tisa Gräfin von der Schulenburg. Sie entstammte einer mecklenburgischen Adelsfamilie. Nach einem Kunststudium (1925 – 1928) in Berlin und Paris heiratete sie den Juden Fritz Hess (Scheidung 1938) und lebte bis 1939 im Londoner Exil. Anlässlich des Todes ihres Vaters nach Deutschland zurückgekehrt, verweigerten die Engländer ihr die Wiedereinreise. Aus nächster Nähe erlebte sie die Verschwörung gegen Hitler. Ihr Bruder Fritz-Dietlof und ihr Onkel Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg wurden nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichtet. Gegen Ende des Krieges floh sie in den Westen. Zeitweilig arbeitete sie als Wohlfahrtspflegerin in Lübeck und Glinde. Nach ihrer Konversion 1950 trat sie als Schwester Paula bei den Ursulinen in Dorsten ein. In Schule und Kloster konnte sie ihr künstlerisches Leben voll entfalten. Msgr. Peter Schmidt-Eppendorf liest aus ihrem autobiographischen Werk »Ich hab‘s gewagt«. ![]()
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