
Aktuelles Zeitgeschehen thematisiert die Katholische Akademie Hamburg mit dem kurzfristig geplanten »ein-blick«.
Er will mehr sein als nur ein Blick: Einblick in die Welt, in der wir leben.
»ein-blick«
- informiert zu Fragen und Ereignissen der Zeit,
- greift gesellschaftliche Debatten auf,
- analysiert Trends in Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Kirche,
- beleuchtet Hintergründe,
- reflektiert Standpunkte,
- präsentiert unterschiedliche Sichtweisen,
- eröffnet neue Perspektiven.
Unsere Gäste waren bisher unter anderen:
Herbert Schnädelbach
Ulrich Khuon
Herta Däubler-Gmelin
Alfred Grosser
Michael H. Spreng
Herlinde Koelbl
Erzbischof Werner Thissen
Weihbischof Hans-Jochen Jaschke
Regens Domkapitular Dr. Thomas Benner
Matthias Matussek
Jens Jessen
Zu Themen und Terminen informieren wir Sie kurzfristig.
Damit Sie den »ein-blick« keinesfalls verpassen, schicken wir Ihnen gerne unseren Newsletter.
Der nächste ein-blick findet voraussichtlich im Mai oder Juni statt.
Die letzten Themen waren:
Droht Krieg? Stimmen zum Atomstreit zwischen Israel und Iran
Donnerstag, 10. Mai 2012, 19.00 Uhr
Mit:
Prof. Dr. Mohssen Massarrat, Professor em. für Politik und Wirtschaft an der Universität Osnabrück
Shimon Stein, Botschafter a.D., Tel Aviv
Einführung und Moderation: Dr. Wilfried Buchta, Islamwissenschaftler und Nahost-Consultant, Berlin
»Nicht ob, sondern wann«, titelte vor kurzem die ZEIT einen Bericht über die wachsende Sorge um die Drohung Israels, die iranischen Atomanlagen anzugreifen. Beobachter sind sich einig, dass ein solcher Angriff enorme Folgen für die gesamte Region hätte.
Wie gefährlich ist das iranische Atomprogramm und welche Folgen hätte ein israelischer Militärschlag? Welche innenpolitische Bedeutung haben Atomprogramm und Kriegsdrohung für den Iran und Israel? Welche politischen und diplomatischen Mittel gibt es, einen Krieg zu verhindern?
Und schließlich – auch im Blick auf die umstrittenen Äußerungen von Günter Grass: Wie kann die Diskussion dieser Fragen
in Deutschland adäquat geführt werden? Dies wollen wir im Gespräch mit Experten erörtern.
Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Brennpunkt Syrien - Stimmen aus dem Inneren des Landes
Montag, 5. März 2012, 19.00 Uhr
Kooperation mit dem Mar Gabriel Verein Hamburg
Mit:
Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, Erzbischof von Aleppo, Syrien
Bassam Ishak, Sprecher des Syrischen Nationalrats, Kairo
Dr. Otmar Oehring, Menschenrechtsbeauftragter missio, Aachen
Einführung und Moderation: Prof. Dr. Udo Steinbach, Berlin
Die Proteste in Syrien gegen das Regime von Präsident Assad weiten sich immer mehr aus, mit großer Härte gehen Regierungstruppen und Milizen gegen Demonstranten vor. Gleichzeitig mehren sich Berichte, dass Teile der bewaffneten Protestbewegung massive Unterstützung von radikalen sunnitischen Gruppen erhalten. Die Angst nimmt zu, die bewaffneten Auseinandersetzungen könnten zu einem offenen Bürgerkrieg führen, der das Land auf lange Sicht destabilisiert und einen Prozess der Demokratisierung unmöglich macht. In der Folge wäre auch der Schutz der in Syrien lebenden Minderheiten nicht mehr gewährleistet.
Unser ein-blick bietet im Gespräch zwischen Betroffenen und Experten eine Analyse der Lage in Syrien, darüber hinaus werden mögliche Lösungen des Konflikts erörtert. Dabei möchten wir vor allem authentischen Stimmen aus Syrien Gehör verschaffen.
Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.September 2011
Die Zwei-Staaten-Lösung: Chancen und Risiken für Israel und den Nahen Osten
Dienstag, 27. September 2011, 19.00 Uhr
Igal Avidan, Berlin
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Begrüßung und Moderation: Dr. Hans-Gerd Schwandt, Katholische Akademie Hamburg
Einführung: Heike Grunewald, Deutsch-Israelische Gesellschaft
Schlusswort: Pastor Rien van der Vegt, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Das Thema Zwei-Staaten-Lösung gewinnt angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten an Aktua
In seiner Nahost-Rede vom Mai 2011 hat US-Präsident Barack Obama zwar die Anerkennung der Grenzen von 1967 als Grundlage für die Gründung eines Palästinenser-Staates gefordert; dass aber die USA und auch Europa den Vorstoß der Palästinenser vor der UNO unterstützen werden, ist sehr unwahrscheinlich.
Der Journalist und Buchautor Igal Avidan, geboren 1962 in Tel Aviv, gibt eine Einschätzung dieser schwierigen Situation, in der sowohl die Chancen und dieVoraussetzung wie auch die Risiken der Zwei-Staaten-Lösung zu bedenken sind.
Mai 2011
Das katholische Abenteuer. Eine Provokation
Matthias Matussek, Hamburg
Jens Jessen, DIE ZEIT, Hamburg
Moderation: Pater Dr. Hermann Breulmann SJ
In diesem Mai erscheint das neue Buch des Spiegel-Autors Matthias Matussek. In "Das katholische Abenteuer. Eine Provokation." geht es auf vielfältige Weise um das "Lebensthema" des Journalisten Matussek: die Religion, und zwar in ihrer christlich-katholischen Ausprägung. Matussek schreibt über Sünde und Sakramente, bezieht Stellung zu Zölibat und Liturgie-Reform - und er tritt mit dem Anspruch auf, "das Katholische" zu vertreten. Da der Glaube jedoch auch eine persönliche Angelegenheit ist, erzählt Matussek in "Das katholische Abenteuer" auch über sich selbst, versucht zu erklären, wie er wurde, was er ist, und warum er glaubt, was er glaubt. Was genau ist das "katholische Abenteuer" - und wo steckt die Provokation? Diese und weitere Fragen werden der ZEIT-Journalist Jens Jessen und der Jsuitenpater Hermann Breulmann mit ihm diskutieren.
Mai 2011
Demokratiebewegungen in arabischen Ländern
Zur aktuellen Situation und zur Haltung Europas
Hamadi El-Aouni, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der FU Berlin
Sarah Gmeinder, Konrad-Adenauer-Stiftung, Kairo
P. Hans Vöcking WV, München
Moderation: Dr. Ursula Günther, Hamburg
Kooperation mit dem Bildungswerk Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung
Der Sturz des tunesischen Präsidenten Ben-Ali im Januar hat die gesamte arabische Welt in eine revolutionäre Bewegung versetzt: Autoritäre, repressive Systeme, mit denen die Regierungen der westlichen Welt bis dato gut zusammen-gearbeitet hatten, stürzen, und die Menschen kämpfen für eine Zukunft in Freiheit und Selbstbestimmung. Von Europa erwarten sie eine »neue Politik«, die den Ruf nach Demokratie nicht nur verbal unterstützt, sondern dazu beiträgt, verlässliche Grundlagen für eine Demokratisierung zu legen. Dabei geht es auch um die Frage, wie in den neu entstehenden politischen Systemen der Schutz der ethnischen oder religiösen Minderheiten sichergestellt werden kann.
Mai 2010
Die katholische Kirche und der Missbrauch
Regens Domkapitular Dr. Thomas Benner, Leiter des Priesterseminars im Erzbsitum Hamburg
Prof. Dr. Hille Haker, Professorin für Moraltheologie, Universität Frankfurt
Dr. Dieter Funke, Psychotherapeut, Düsseldorf
Patrik Schwarz, DIE ZEIT, Hamburg
Moderation: Dr. Matthias Drobinski, Süddeutsche Zeitung, Hamburg
Unsere Veranstaltung diskutierte die Frage, ob die Kirche ihren moralischen Anspruch in Fragen der Sexualität aufrecht erhalten kann, wenn sie nicht konsequenter als bisher mit der Schuld einzelner rechnet. Wie kann die Kirche - zum Schutz der Opfer, aber auch im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit - mit solcher Schuld entschiedener und offener umgehen? Und was hat sie der Kritik, ihre Moral sei leibfeindlich und trage die Gefahr einer Doppelmoral beständig in sich, entgegenzusetzen?
April 2010
Reizwort Vertreibung
Gesprächspartner:Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Hamburg
Prof. Dr. Manfred Kittel, Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin
Dr. Robert Zurek, Zentrum für Historische Forschung der Ponischen Akademie der Wissenschaften, Berlin
Moderation: Alice Bota, DIE ZEIT, Hamburg
Die Auseinandersetzungen um die "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" haben deutlich gemacht, wie sensibel das Thema der Vertreibung im Verhältnis von Deutschen und Polen noch immer ist. Einem wachsenden Bewusstsein davon, wie wichtig es ist, sich mit den Zwangsmigrationen des 20., aber auch des 21. Jahrhunderts auseinanderzusetzen, steht die Sorge gegenüber, die deutsche Schuld am 2. Weltkrieg könnte gegen das Schicksal der deutschen Vertriebenen aufgerechnet werden. Andererseits wird seit einiger Zeit auch in Polen offen und kontrovers über das Thema Vertreibung diskutiert. Grund genug für diesen ein-blick zu einem Reizwort, das das deutsch-polnische Verhältnis nicht länger belasten sollte.
Februar 2010
Islamophobie. Kampfbegriff oder Realität?
Dr. Lale Akgün, Publizistin, Köln
Dr. Michael Lüders, Publizist und Autor, Berlin
Hilal Sezgin, Autorin und Journalistin, Lüneburg
Die aktuellen Diskussionen über Burka, Minarette und Gebetsruf, über die "Grenzen der Toleranz" und einen "Fundamentalismus der Aufklärung" offenbaren eine so starke Polarität der Argumente und Positionen, dass es uns notwendig erschien, zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen.
Juni 2009
Die Zukunft einer Illusion?
Ein Streitgespräch über Glaube und Skepsis
Prof. Dr. Herbert Schnädelbach, Hamburg
Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Hamburg
Propst em. Helmer-Christoph Lehmann, Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Holger Zaborowski, Philosoph, Washington, D.C.
Spätestens seit seiner radikalen Kritik am Christentum in der Wochenzeitung ‚Die ZEIT’ und der nachfolgenden Debatte ist der Philosoph Herbert Schnädelbach als scharfsinniger ‚Kritiker der Religion bekannt. Anlass der Diskussion ist sein Buch „Religion in der modernen Welt“.
Mai 2009
Politische Kampagnen
Wie funktioniert Wahlkampf?
Michael H. Spreng, Berlin
Moderation: Henrik Lesaar, Hamburg
In Zeiten des Wahlkampfs kommt es vor allem darauf an, Wähler zu mobilisieren. Doch das gelingt nicht immer, wie z. B. die Europawahlen zeigen. Wir diskutieren über die Obamaisierung des Wahlkampfs und über Strategien zwischen Programm, Personen und Stimmungsmache. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei das Verhältnis von Politik, Medien und Wählern.
März 2009
Ohnmacht
Wie können wir mit dem Unfassbaren umgehen?
Herlinde Koelbl, Fotografin („Spuren der Macht“), Neuried/München
Prof. Dr. Bernhard Giesen, Soziologe, Konstanz
Dr. Andreas Müller-Cyran, Notfallseelsorger, München
Der Amoklauf von Winnenden hat die deutsche Gesellschaft zutiefst erschüttert. Sie sucht nun Wege, die unbegreifliche Gewalttat zu bewältigen: Fotografen wollen das Unfassbare dokumentieren, Journalisten fragen nach Verantwortung. Einige trauern sprachlos, andere rotieren schon in politischen Debatten. Derweil inszenieren sich Politiker als Macher in Zeiten der Wirtschaftskrise, während kleine Sparer machtlos zusehen müssen, wie das ungebändigte System ihre Zukunft vernichtet.
März 2009
Inspektion!
Die Katholische Kirche in Deutschland
mit Daniel Deckers, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Matthias Drobinski, Süddeutsche Zeitung
Gernot Facius, Die Welt
Peter Wensierski, Der Spiegel
Wo steht die katholische Kirche im Jahr 2009 – und wo will sie hin? Wirtschaftskrise, Papst-Diskussion und das Verhältnis von Juden und Christen bestimmen die tägliche Berichterstattung. Zeitgleich zur Frühlingsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Hamburg inspiziert eine renommierte Journalistenrunde die Lage der katholischen Kirche in Deutschland: Vor welchen Herausforderungen steht sie, wie denken, fühlen und agieren die Gläubigen, wie ist das Verhältnis Roms zur deutschen Kirche…?
Februar 2009
Wohin steuert der Papst?
Erzbischof Dr. Werner Thissen, Hamburg
P. Eberhard von Gemmingen SJ, Radio Vatikan
Prof. em. Dr. Peter Hünermann, Rottenburg
Dr. Daniel Deckers, FAZ
Günther B. Ginzel, Köln
Moderation: Dr. Christoph Rind, Hamburger Abendblatt
Die Veranstaltung diskutierte die Frage, ob die Kirche ihren moralischen Anspruch in Fragen der Sexualität aufrechterhalten kann, wenn sie nicht konsequenter als bisher mit der Schuld einzelner rechnet. Wie kann die Kirche - zum Schutz der Opfer, aber auch im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit - mit solcher Schuld entschiedener, offensiver und offener umgehen? Und was hat sie der Kritik, ihre Moral sei leibfeindlich und trage die Gefahr einer Doppelmoral beständig in sich, entgegenzusetzen?
Buchvorstellung und Gespräch mit Matthias Matussek
ein-blick


